Sportverein 1920 Seck e.V.

Norbert Gsodam / Adrian Meuser

 

Ein kleiner Überblick über die Zeit von 1920, dem Gründungsjahr des Vereins

bis heute.

 

Seit vier Generationen besteht nun der SV Seck und wenn man die alten

Mitgliederbücher durchsieht, dann ist aus mancher Familie heute schon die

4. Generation als Spieler oder in der Verwaltung des Vereins aktiv.

 

Die Gründung des Vereins ist in einer Zeit geschehen, die den Aufbauwillen und

den Blick in die Zukunft nach dem Ende des Ersten Weltkrieges erkennen lassen.

Der heutige SV 1920 Seck wurde unter dem Namen Sportverein „Germania“ Seck

im Jahre 1920 gegründet. Begründer und gleichzeitig Spieler der 1. Mannschaft:

Albert Schönberger, Arnold Schönberger, Bernhard Schlitt, Hugo Eisel,

Hans Kessler, Josef Brass, Willi Helm, Adolf Schön, Albert Schön, Max Rau,

Alfons Striedter.

Förderer des Vereins waren Theo Wüst, Hermann Habich, Clemens Rex und

Lehrer Erwin Baldus.

 

Oberhalb des kleinen Weihers wurde der erste Sportplatz angelegt und der

Verein in den Westdeutschen Spielerverband aufgenommen.

Im erste Spieljahr gelang sofort der Aufstieg in die B-Klasse. Später wurde

der Sportplatz an die Hellenhahner Straße unterhalb des heutigen Campingplatzes

verlegt.

Im Jahre 1923 musste der Spielbetrieb eingestellt werden, da viele Sportler als

Handwerker hauptsächlich im Rheinland Arbeit fanden.

1929 wurden die sportlichen Aktivitäten wieder aufgenomen. Der abgemeldete

Verein als DJK Seck neu gegründet.

Im gleichen Jahr wurde von Alois Strieder die erste Jugendmannschaft auf die

Beine gestellt. Unter dem Vorsitz von Wilhelm Proff wurde dann der DJK dem

Verband angeschlossen.

Es begann ein rasanter Aufschwung: 1930 spielte die DJK mit vier Mannschaften

(1. und 2. Senioren, 1. und 2. Jugend).

Durch die politischen Veränderungen der Nationalsozialisten (Machtergreifung)

wurden der DJK Seck eine sportliche Betätigung aus politischen

Gründen abgelehnt und durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939

wurde allem ein Ende gesetzt.

Die Menschen hatten während des Zweiten Weltkrieges anderes zu tun, als

den Sport zu huldigen.

Zudem waren auch kaum Männer da, die spielen konnten. Sie waren in den

Krieg eingezogen oder durch Kriegseinwirkung zu Tode gekommen.

Nach dem Krieg, am 09.März 1947, erweckten die zurückgekehrten Männer

den Sport in Seck zu neuem Leben. Der Sportverein Seck ward geboren.

Der Verein wurde aus der erzwungenen Ruhe ein frohes, Sport treibendes

Mitglied des Dorfes.

Der erste Vorstand nach dem Krieg wurde aus folgenden Männern gebildet:

1. Vorsitzender Albert Schmidt

2. Vorsitzender Alois Schönberger

Kassierer Arnold Eisel

Schriftführer Reinhold Schön

Spielwart Georg Bauer

Zeugwart Ernst Habich

 

1948 wurde mit dem Bau eines neuen Sportplatzes am heutigen Standort

begonnen und wegen Geldmangel bald wieder eingestellt. Mit Hilfe der

Gemeinde konnte dann endlich im Jahre 1956 der Sportplatz fertig gestellt

werden.

Mit dem Pferdewagen fuhr man zu den Spielen und manch höherklassigem

Verein stellte man ein Bein.

Zu jeder Versammlung, am 1. Sonntag im Monat, zahlte jedes Mitglied zehn

Pfennig als Monatsbeitrag ein. Für damalige Verhältnisse ein großer Betrag,

denn ein Brot kostete damals 50 Pfennige.

Der Ball war ein kostbares Gut. Aus diesem Grunde gab es im Verein einen

Ballwart. Tiefpunkt in der Geschichte des SV Seck war die Einstellung des

Spielbetriebes in den Jahren 1961 bis 1963.

1964 wurde dann wieder eine Mannschaft gemeldet und es ging stetig aufwärts.

 

1972 konnten die Mitglieder und die Dorfbevölkerung die Sanierung

und die Einweihung des Sportplatzes feiern. Eine weitere gründliche

Sanierung begann man im Jahre 1980.

 

1987 bis 1988 wurde an dem neuen Sportheim gebaut.

 

Es konnte bis heute immer eine Seniorenmannschaft gestellt werden. Nach

einer 3 jährigen Spielgemeinschaft mit Gemünden in den Jahren 1991-1994,

spielt der SV heute in einer SG mit dem TuS Irmtraut.

 

Auch in der Jugendarbeit wurde viel geleistet und der SV Seck stellte, teilweise

auch durch Gründung einer Jugendspielgemeinschaft mit Nachbardörfern,

immer mehr Jugendmannschaften.

Einer der Höhepunkte der Jugendarbeit beim SV war die Verleihung der

Sepp-Herberger-Plakette im Jahre 1993 unter dem damaligen Jugendleiter

Hans Kohlenbeck.

In der heutigen Jugendspielgemeinschaft mit dem TuS Irmtraut und dem SV

Hellenhahn werden ca. 150 Jugendliche und Kinder, in 11 Mannschaften, von

ehrenamtlichen Trainern betreut.

Dies verdient in einem Verein die größte Annerkennung und Dank.

Auf diese Trainer und Betreuer sind wir natürlich stolz. Besonders stolz sind

wir natürlich auf unser Mitglied Marcel Schön. Er führt als Jugendleiter die

Jugend des SV Seck. In dieser Funktion plant er das jährliche Jugendzeltlager

und führt es mit seinen Sportskollegen durch. Dafür überreichte ihm der

Fußballverband Rheinland im November 2007 die Ehrenurkunde und die

Ehrenarmbanduhr des DFB.

Turniersieg 1923 in Höhn:

hintere Reihe: Hermann Habich, Adolf Schön, Albert Schön, Max Rau,

                     Theo Schäfer, Arnold Schönberger, Alfons Striedter, Ewald Jung

mittlere Reihe: Josef Brass, Hans Kessler, Hugo Eisel

vordere Reihe: Bernhard Schlitt, Albert Schönberger, Georg Schön

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